Am 13. September 1920 wurde in Würzburg die "Deutsche Jugendkraft, Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen" gegründet. Auch in Duisburg wurden von begeisterten DJK-Anhängern schnell Turn-, Leichtathletik- und Fußballabteilungen gegründet. Da durfte eine Schwimmabteilung nicht fehlen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, eine geeignete Trainingsstätte zu finden, ging man am 18. Oktober 1921 mit ca. 30 Personen im Stadtbad an der Heerstraße mit einer Schwimmabteilung "DJK-Schwimmverein Alt-Duisburg" an den Start. 1922 wurde zur Freude aller ein DJK-Strandbad an der Wedau eröffnet. 1923 folgten schwere Zeiten,- Inflation, Ruhrbesetzung durch die Franzosen und Belgier und der anschließende Belagerungszustand -, die einen Schwimmbetrieb wochenlang nicht zuließen. Erst 1924 konnte der Schwimmbetrieb wieder stattfinden und das motivierter, als je zuvor. Die Schwimmabteilung wurde durch ihre guten Erfolge bei auswärtigen Schwimmfesten und Verbandsmeisterschaften in Frankfurt/Main in der gesamten DJK bekannt.
1926/27 Wieder folgten harte Zeiten - Ein harter Schlag für die Abteilung war die Schließung des Wedau-Strandbades, dass dem Ausbau der Wedau-Anlagen zum Opfer fiel. Es gelang nicht, einen Ersatz bei der Stadt zu bekommen. In der schweren Zeit der Arbeitslosigkeit war dies schon aus finanziellen Gründen nicht möglich. Erfreulich hingegen war, dass man 1927 die Übungsstunden im Stadtbad Heerstraße erhöhen konnte.

Der Verein wuchs stark an, zählte 1929 über 300 Mitglieder. Dies und die öftere Namensverwechslung mit dem DJK Schwimmverein Neu-Duisburg forderten eine neue Ordnung. So gab sich die Abteilung den neuen Namen "DJK Schwimmverein Poseidon Duisburg" und wurde als selbständiger Verein aus dem DJK Bezirk Duisburg ausgegliedert. Abzeichen wurde der Dreizack des Meeresgottes Poseidon, den die Schwimmer nun auf ihren Mützen trugen.
In den nächsten Jahren folgte eine Reihe von sportlichen Höhepunkten, die der guten Arbeit der vergangenen Jahre recht gaben.Im Sommer 1932 eröffnete die DJK Neuenkampf ihr Strandbad in den Rheinwiesen und somit wieder mehr Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für die Schwimmer. Zu diesem Zeitpunkt war der DJK SV Poseidon von allen Vereinen der Verein mit den meisten Erfolgen.
1933 wurde die Arbeit des DJK mehr und mehr eingeengt und so kam es 1934 zum vorläufigen Ende des DJK Reichsverbandes, der verboten und aufgelöst wurde. Das Vermögen des Vereins wurde beschlagnahmt. So wechselten damals viele zu anderen Schwimmvereinen. Schreckliche Jahre folgten. Bedrückung, Unfreiheit, Krieg, Tod, Elend und Trümmer waren die Folgen des Dritten Reiches.

U. a. war das Stadtbad an der Herrstraße völlig zerstört, andere Bäder zum Teil schwer beschädigt. Alte Poseidon-Mitglieder kamen nach und nach zurück - Das Ziel, die DJK Poseidon wieder aufleben zu lassen.
Nach der langsamen Normalisierung des Lebens, dem Nach und Nach-Wiederaufbau der Schwimmstätten konnten die ersten Poseidon-Rückkehrer 1953 ihr Schwimmtraining in der Schwimmhalle in Ruhrort wiederaufnehmen.

 Am 29.Mai 1954 wurde das Hallenbad an der Heerstraße wieder feierlich eröffnet, so konnte der Poseidon am 1. Juni 1954 das Training hier wieder aufnehmen. In den nächsten Jahren wuchs die Anzahl der Mitglieder stetig, aber langsam.
Der Verein verdankt den Mitgliedern, die sich 1953 zur Wiedergründung zusammentaten, sehr viel. U. a. Edmund Könzgen (war von 1953 bis zu seinem Tod 1982 ununterbrochen 1. Vorsitzender des Vereins), Günter Tolle (jahrzehntelang Kassenverwalter des Vereins), Heinrich Burger (letztes noch lebendes Gründungsmitglied von 1921 und der erste Ehrenvorsitzende des Vereins, starb im Dezember 1988). Sie alle hinterließen große Lücken. Nun übernahmen Jüngere, die in anderen Vorstandspositionen gelernt hatten, die Verantwortung für den Verein.
1985/86 sorgten tiefe Rezessionen in den Industrien Kohle und Stahl für Spuren in den städtischen Kassen und somit gab es ein erstes Sparpaket, dass die Schließng von 3 Hallenbädern beinhaltete - mit betroffen die Trainingsstätte des DJK SV Poseidon: das Hallenbad an der Heerstraße.
Allerdings sollte die zusätzliche Schließung zweier Freibäder dem Verein sein Glück bedeuten.
Die Freibäder sollten in die Hand von Sportvereinen gegeben werden und so wurde das Freibad Wolfssee am 17. Mai 1987 in die Trägerschaft des DJK SV Poseidon übergeben.

Mit der Schließung des Hallenbades Heerstraße verlagerte der Verein seinen Trainingsbetrieb in das Hallenbad Duisburg-Neuenkamp. Dies brachte zwar die befürchtete Austrittswelle, doch auch ein viel größeres Engagement der verbliebenen und neueintretenden Mitglieder. Mit der Übernahme des Freibades Wolfssee steigerte der Verein sein Ansehen enorm.
1994 rollte eine zweite Bäderschließungsrolle an. Der DJK SV Poseidon appellierte sofort an das Sportamt, auch diese betroffenen Bäder in die Hände von Sportvereinen zu geben. Diesen mutigen Schritt gingen der Poseidon und die Stadt gemeinsam und somit ist der Poseidon seit dem auch Badbetreiber des Hallenbades Duisburg-Neuenkamp. Ein lebensnotwendiger Schritt für den Schwimmsport in Duisburg, zumal auch andere Vereine, die Schüler der Duisburger Schulen und auch die Öffentlichkeit davon profitieren.

Wir hoffen, dass dies auch weiterhin so bleibt und freuen uns über jede Unterstützung!

Quelle* Festschrift "75 Jahre Poseidon"

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